handwerkerportale vergleichmyhammer kostencheck24 profis kosten5 October 2026

Handwerkerportale Vergleich: Was MyHammer & Co. wirklich kosten

Handwerkerportale Vergleich mit Stand Oktober 2026: So rechnen MyHammer, CHECK24 Profis, Aroundhome und Blauarbeit ab und was dich ein Auftrag kostet.

Handwerkerportale Vergleich: Was MyHammer & Co. wirklich kosten

Kurze Antwort zuerst: Kein Handwerkerportal ist kostenlos. Du zahlst pro Kontakt, pro Anfrage oder per Abo - und fast immer auch dann, wenn aus der Anfrage nie ein Auftrag wird. In diesem Handwerkerportale Vergleich schaue ich mir MyHammer, CHECK24 Profis, Blauarbeit und Aroundhome an. Wie sie abrechnen, was davon öffentlich steht, was nicht, und für wen sich welches Modell rechnet.

Offenlegung: Ich bin Hadri, Gründer von Plan@Job. Plan@Job ist selbst eine Plattform, also lies diesen Vergleich mit gesundem Misstrauen. In Deutschland ist Plan@Job noch nicht live, hier gibt es aktuell nur eine Warteliste.

Preise geprüft am 5. Oktober 2026 auf den öffentlich erreichbaren Seiten der Anbieter. Wo ein Anbieter keine Zahl veröffentlicht, steht das hier so drin. Portale ändern Konditionen oft und zeigen viele Preise erst im Anmeldeprozess. Prüf jede Zahl selbst, bevor du unterschreibst.

Wie rechnen Handwerkerportale überhaupt ab?

Es gibt im Kern drei Modelle. Wer das einmal verstanden hat, liest jedes Angebot anders.

  1. Paket plus Kontaktgebühr: Du zahlst eine monatliche Grundgebühr und zusätzlich für jeden Kunden, den du anschreibst.
  2. Preis pro Anfrage: keine Grundgebühr, dafür kostet jede vermittelte Anfrage einen festen oder variablen Betrag.
  3. Abo ohne Kontaktgebühr: fester Monatsbetrag, dafür so viele Kontakte, wie du willst.

Keins davon ist automatisch besser. Entscheidend ist eine einzige Zahl: Was kostet dich ein gewonnener Auftrag. Dazu weiter unten.

MyHammer: Grundgebühr plus Kontaktgebühr

MyHammer ist das bekannteste Portal in Deutschland. Das Modell ist ein monatliches Paket, dazu Gebühren für die Kontaktaufnahme mit Auftraggebern.

Die Preisseite für Handwerker war bei unserer Prüfung von außen nicht abrufbar. Zahlen aus Drittquellen widersprechen sich deutlich, deshalb nenne ich hier keine Paketpreise. Ein Vergleichsartikel mit Stand 31. August 2026 beschreibt die Kontaktgebühr als variabel je nach Art, Umfang, Saison und Fachgebiet, in einer Spanne von 1 bis 89 Euro. Wichtig ist der Satz dahinter: Der Betrag wird auch fällig, wenn die Arbeit am Ende nicht stattfindet.

Urteil: Rechnet sich für Betriebe, die schnell auf Anfragen reagieren und ihre Abschlussquote kennen. Wer nebenbei mal reinschaut, bezahlt Kontakte für andere.

CHECK24 Profis: zahlen pro vermitteltem Kundenkontakt

CHECK24 schreibt auf der Anbieterseite: keine Anmeldegebühr, keine versteckten Kosten. Und dann: "Bei einzelnen Dienstleistungen fallen Gebühren für die Vermittlung von Kundenkontakten an."

Eine feste Preisliste steht dort nicht. Die Höhe hängt laut CHECK24 von Dienstleistung und Markt ab. Heißt für dich: Du siehst deinen Preis erst, wenn du drin bist.

Urteil: Einstieg ohne Fixkosten ist angenehm. Aber "kostenlos anmelden" ist nicht "kostenlos arbeiten". Lass dir vor der ersten bezahlten Anfrage schriftlich geben, was eine Anfrage in deinem Gewerk und deiner Region kostet.

Aroundhome: Festpreis pro Anfrage, keine Provision

Aroundhome ist am transparentesten im Modell, auch wenn die konkreten Beträge nicht öffentlich sind. Auf den Partnerseiten steht: Festpreis pro qualifizierter Anfrage, keine Provision auf deinen Umsatz. Du zahlst pro Kontakt, egal ob daraus ein Auftrag wird. Die Software ist kostenlos, der Vertrag ist laut Aroundhome in den meisten Fällen monatlich kündbar, abgerechnet wird alle zwei Wochen per Sammelrechnung. Den Preis pro Anfrage siehst du je nach Produkt im digitalen Vertragsprozess.

Aroundhome sucht Partner vor allem für größere Projekte: Bad, Heizung, Fenster, Dach, Küche, Solar und ähnliche Gewerke.

Urteil: Sinnvoll, wenn deine Aufträge groß genug sind, dass eine teure Anfrage trotzdem aufgeht. Für Kleinreparaturen ist das falsche Werkzeug.

Blauarbeit: Abo statt Kontaktgebühr - wenn die Seite läuft

Blauarbeit hat sich jahrelang über ein festes Abo ohne Kontaktgebühr positioniert. Ein Vergleichsartikel mit Stand 31. August 2026 nennt 99 Euro im Monat, monatlich kündbar.

Hier der Teil, den du wissen musst: Bei unserer Prüfung am 5. Oktober 2026 hat die Startseite von blauarbeit.de keinen Inhalt ausgeliefert, sondern den Status "410 Gone". Das kann vorübergehend sein. Ich weiß es nicht.

Urteil: Erst prüfen, ob die Plattform für Auftragnehmer aktiv ist und Anfragen in deiner Region hat. Bis dahin auf keinen Fall im Voraus für mehrere Monate zahlen.

Was ein Portal dich wirklich kostet: rechne pro Auftrag

Die Gebühr pro Anfrage ist die falsche Zahl. Die richtige ist: Akquisekosten pro gewonnenem Auftrag, plus deine Zeit.

Rechenbeispiel, frei erfunden, nur zur Methode: Eine Anfrage kostet dich 40 Euro netto. Von acht Anfragen wird eine zum Auftrag. Dann kostet dich der Auftrag 320 Euro, bevor du einen Handschlag gemacht hast. Dazu kommen sieben Angebote, die du umsonst geschrieben hast, und vielleicht drei Besichtigungen mit dem Wagen. Wenn deine Marge auf dem Auftrag 600 Euro ist, ist die Hälfte weg.

So rechnest du es für dich:

  1. Nimm die letzten drei Monate auf dem Portal. Alle Gebühren netto zusammen.
  2. Zähl, wie viele Aufträge wirklich daraus geworden sind. Nicht Anfragen, nicht Angebote. Bezahlte Aufträge.
  3. Teil die Kosten durch die Aufträge.
  4. Leg die Stunden für Telefonate, Besichtigungen und Angebote drauf.
  5. Vergleich das mit deiner Marge pro Auftrag, nicht mit dem Umsatz.

Wenn du nach Schritt 5 schlucken musst, weißt du Bescheid.

Was du vor der Anmeldung selbst entscheiden musst

Kein Portal nimmt dir diese Entscheidungen ab. Die triffst du, bevor du die Kreditkarte hinterlegst:

  • Wie hoch darf das Monatsbudget maximal sein, und kann ich eine Obergrenze einstellen?
  • Was passiert bei falschen Kontaktdaten oder Spaß-Anfragen? Gibt es eine Reklamation, und mit welcher Frist?
  • Kann ich pausieren, wenn ich voll bin, oder läuft die Gebühr weiter?
  • Wie groß ist mein Radius wirklich? Eine Anfrage 60 Kilometer weg ist für einen kleinen Betrieb oft schon verloren.
  • Was steht im Vertrag zur Kündigung? Nicht im Werbetext. Im Vertrag.

Hier ist der Teil, den keiner gern hört: Auf jedem dieser Portale konkurrierst du mit anderen Betrieben um denselben Kunden. Der Kunde vergleicht Preise. Wenn du nur über den Preis gewinnst, gewinnst du die falschen Aufträge.

Die gebührenfreien Wege und wo Plan@Job reinpasst

Portale sind ein Kanal. Kein Fundament. Die Wege ohne Vermittlungsgebühr kosten Zeit statt Geld, aber die Kunden gehören dir:

  • Bestandskunden und Empfehlungen. Nach jedem sauber abgeschlossenen Auftrag aktiv nach dem nächsten fragen.
  • Hausverwaltungen direkt. Die haben laufend Instandhaltung und wollen einen Betrieb, der zuverlässig liefert. Einmal gewonnen, kommen die Aufträge ohne Gebühr pro Anfrage.
  • Generalunternehmer und Bauträger. Als Nachunternehmer bekommst du planbare Arbeit, dafür verhandelst du die Konditionen hart.
  • Dein Google Unternehmensprofil. Gepflegt, mit echten Bewertungen und Fotos von echten Baustellen.

Mein Betrieb in London lief über Wohnungsbaugesellschaften und Vermietungsagenturen, die Aufträge immer wieder geschickt haben. Die Arbeit haben Subunternehmer gemacht, ich habe den Kunden gehalten. Das ist der Unterschied: Ein Lead ist einmal. Ein Kunde ist jeden Monat.

Und genau da setzt Plan@Job an. Plan@Job ist kein Leadverkauf, sondern Projekt- und Betriebssteuerung für Bau- und Immobilienbetriebe. Wir nennen den Betrieb, der Kunden, Projekte, Subunternehmer und eigene Leute steuert, Operator. Im Projektplan teilst du einen Auftrag in interne Abschnitte mit Umfang, Terminen, Status und Kosten, egal ob dein eigenes Team oder ein Subunternehmer liefert. Der Kunde sieht den vereinbarten Umfang und Preis, deine internen Kosten und deine Subunternehmer sieht er nicht.

Dazu kommen die KI-Mitarbeiter: Sophie Bennett prüft vorhandene Auftragsbeschreibungen auf fehlende Infos und fragt nach. Daniel Reed hakt bei Angeboten und Terminvorschlägen nach und schickt dir morgens einen Überblick. Wer den Auftrag bekommt und zu welchem Preis, entscheidest du. Immer.

Ehrlich gesagt: Plan@Job ist in Großbritannien live. In Deutschland kannst du es noch nicht nutzen, hier gibt es nur die Warteliste.

Mein Urteil

Portale können Lücken im Kalender füllen. Aufbauen würde ich darauf nichts. Rechne pro Auftrag, setz ein Budget, und steck die Zeit, die du sparst, in Kunden, die wiederkommen.

Wenn du deinen Betrieb so führen willst, trag dich auf der Plan@Job-Warteliste für Deutschland ein.

FAQ

Welches Handwerkerportal ist das günstigste?

Das hängt nicht vom Portal ab, sondern von deiner Abschlussquote. Ein teurer Lead, der oft zum Auftrag wird, ist billiger als zehn günstige Kontakte ohne Ergebnis. Teste ein Portal drei Monate und rechne die Kosten pro gewonnenem Auftrag aus.

Muss ich auch für Anfragen zahlen, aus denen kein Auftrag wird?

Bei Aroundhome steht das ausdrücklich so auf der Partnerseite. Bei MyHammer und CHECK24 Profis zahlst du nach allem, was öffentlich bekannt ist, ebenfalls für den Kontakt und nicht für den Auftrag. Frag vor der Anmeldung nach der Reklamationsregel für falsche oder unseriöse Anfragen.

Lohnt sich ein Handwerkerportal für einen neuen Betrieb?

Als Startschub kann es helfen, Bewertungen und erste Aufträge zu sammeln. Aber setz ein festes Monatsbudget und bau parallel direkte Kunden auf. Wer nach einem Jahr noch jeden Auftrag einkaufen muss, hat kein Geschäft, sondern einen teuren Vertriebskanal.